Nasoni, Trinkbrunnen und öffentliche Toiletten in Rom

Vom Kolosseum bis Trastevere: ein praktischer Guide, um in der Ewigen Stadt kostenlos zu trinken und eine Toilette zu finden.

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Quelle: OpenStreetMap.

Nasoni: Trinkwasser auf römische Art

In Rom läufst du selten länger als ein paar Minuten, ohne auf einen «Nasone» zu treffen, den kleinen gusseisernen Brunnen, dessen gebogener Auslauf an eine große Nase erinnert. Das Wasser ist trinkbar und kalt und stammt zu großen Teilen aus den antiken Aquädukten und Quellen, die die Stadt seit Jahrhunderten versorgen. Die Flasche gleich dort aufzufüllen ist ganz normal, auch wenn im Hochsommer der Asphalt glüht.

Ein Trick, den jeder Römer kennt: Halte einen Finger auf den unteren Auslauf, dann spritzt das Wasser aus einem kleinen Loch oben heraus, und du kannst trinken, ohne dich zu bücken. Die großen Monumentalbrunnen sind nicht immer zum Trinken gedacht. Achte im Zweifel auf ein Schild.

Öffentliche Toiletten: der wirkliche Schwachpunkt

Während die Nasoni verlässlich sind, braucht man bei öffentlichen Toiletten in Rom etwas Planung. In der Altstadt sind städtische WCs selten und oft kostenpflichtig. Verlässlicher sind die in Bahnhöfen (allen voran Termini), in Museen, großen Parks und bei den wichtigsten archäologischen Stätten. Dort zahlst du ein paar Euro oder nutzt die im Ticket enthaltenen Anlagen.

In den touristischen Vierteln sehen Cafés es ungern, wenn man nur die Toilette nutzen will. Ein Espresso an der Theke ist die höfliche Art zu fragen. Warte nicht bis zur letzten Minute, vor allem vor Orten, die man schwer verlassen kann, wie dem Petersdom oder den Vatikanischen Museen.

Tagesroute: Kolosseum, Forum und Villa Borghese

Ein klassischer Tag beginnt früh am Kolosseum und am Forum Romanum, wo es kaum Schatten gibt. Fülle die Flasche vor dem Eintritt und noch einmal beim Verlassen. Von dort kannst du zur Piazza Venezia hinaufgehen und weiter zum Trevi-Brunnen und zum Pantheon. Unterwegs gibt es viele Nasoni, doch merke dir ein paar vorab, denn an den beliebtesten Plätzen bilden sich Schlangen.

Am Nachmittag erreichst du vielleicht die Villa Borghese, die größte grüne Lunge im Zentrum, oder gehst über den Fluss nach Trastevere für den Abend. Parks eignen sich gut für eine Pause, doch im Sommer können einzelne Brunnen trocken oder in Wartung sein.

  • Nimm eine Flasche mit mindestens einem halben Liter mit: Wasser aus dem Handel ist bei den Attraktionen teuer.
  • Bequeme Schuhe sind Pflicht, das Kopfsteinpflaster macht aus Kilometern ein Training.
  • Im Hochsommer solltest du etwa alle 45 Minuten Schatten und Wasser suchen.
  • Prüfe die Barrierefreiheit: Viele antike Stätten haben steile oder unebene Wege.

OpenStreetMap-Daten und die PitSpot-App

Die Zahlen oben stammen von OpenStreetMap, kartiert von Freiwilligen. Sie umfassen Brunnen und Toiletten innerhalb der Gemeinde Rom. Darunter können Punkte in Gebäuden oder Bereichen mit eingeschränktem Zugang sein, und sie ersetzen keine offizielle Beschilderung.

PitSpot soll diese Punkte auf einer einfachen Karte dort zeigen, wo du gerade stehst. Die kostenlose App erscheint zuerst für Android, und auf der Startseite kannst du dich in die Warteliste eintragen, um beim Start informiert zu werden.

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